CDU-Vize Breher: Landwirtschaft braucht wieder besseres Marketing - Landmaschinen Eggert

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CDU-Vize Breher: Landwirtschaft braucht wieder besseres Marketing

Erschienen am 18.01.2020

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher hat zur Grünen Woche ein besseres Marketing für die Landwirtschaft gefordert. «Ich glaube wirklich, dass wir mal eine Wertschätzungsstrategie brauchen, also eine Kampagne für unsere deutsche Landwirtschaft», sagte Breher der Deutschen Presse-Agentur. «Diese bietet nämlich tolle Produkte auf weltweit höchstem Standard zu besten Bedingungen und auch unter höchsten Umwelt-, Klimaschutz und Tierwohl-Anforderungen.»


Diese Wertschätzung fehle, sagte sie und fügte hinzu: «Das ist kein Vorwurf. Die meisten Menschen haben einfach nichts mit der Landwirtschaft zu tun und auch gar keine Berührungspunkte mehr. (...) Wir brauchen eigentlich eine Marketing-Agentur für deutsche Produkte, für deutsche Landwirtschaft», argumentierte die niedersächsische CDU-Abgeordnete mit dem Wahlkreis Cloppenburg-Vechta und erinnerte an die frühere CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft), die vor gut zehn Jahren abgeschafft wurde.


Die CMA wurde 2009 liquidiert. Etliche Beitragszahler - Betriebe aus der Land- und Ernährungswirtschaft - hatten vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Zwangsbeitrag geklagt, da sie nach ihrer Auffassung keinen angemessenen Gegenwert dafür erhalten hätten. Damit war die Finanzierung der CMA nicht mehr gewährleistet.


Breher sagte jetzt: «Es ist einfach ein Fehler gewesen, da nicht zusammenzustehen.» Landwirtschaft - egal ob konventionell oder bio, ob Tierhaltung oder Ackerbau - müsse lernen, spartenübergreifend zusammenzuhalten. Man müsse für die Landwirtschaft, für die gesamte Branche Marketing betreiben und dies nicht nur der Werbung des Handels überlassen. Breher, die Mitglied im Landwirtschaftsausschuss des Bundestages ist, wandte sich dagegen, dass der Staat in diesen Konflikt zwischen Landwirtschaft und Handel eingreift. Es gehe nicht um Verbote, sondern darum, positive Anreize zu schaffen für die Landwirtschaft.


Die Juristin sitzt seit Beginn der Legislaturperiode im Bundestag und wurde auf dem CDU-Parteitag Ende November in Leipzig als Nachfolgerin von Ursula von der Leyen zur Parteivize gewählt.